
Vom 14. bis zum 18.1.2026 fand an der Philharmonie Paris der Internationale Bratschenbauwettbewerb 'Concours international de lutherie: l'alto' statt:
Unter der Leitung von Raphaël Pidoux et Jean-Philippe Échard fand sich eine hochkarätige Jury zusammen:
Geigenbaujury: Jonathan Marolle, Paris • Ibiza Avalos, Cremona • Riccardo Angeloni, Cremona.
Musikerjury: Prof. Pauline Sachse, Leipzig • Prof. Miguel da Silva, Genf • Ana Bela Chaves, Paris.
An den ersten drei Tagen wurden sämtliche eingereichten Instrumente unter Ausschluss der Öffentlichkeit in die Hand genommen, gespielt und nach einem musikalischen und geigenbauerischen Kriterienkatalog bewertet.
Die 15 bestbewerteten Instrumente wurden dann im Semifinale am 17.1. in einem öffentlichen Blindtest von Mitgliedern des Orchestre de Paris gespielt - dabei wurde auf eine vollständige Anonymität der Instrumente geachtet: Alle Instrumente erhielten eine frische Nummerierung, sie wurden mit einem schwarzen Tuch abgedeckt auf die Bühne gebracht und wurden hinter einem Vorhang gespielt. Die oben genannte Fachjury hatte nun die Aufgabe, den Klangeindruck im Saal differenziert zu bewerten und eine Auswahl der bestklingenden 8 Instrumente zu finden.
Am folgenden Tag wurden die oben ausgewählten 8 Instrumente in einem öffentlichen Final-Konzert gespielt und bewertet- wiederum anonymisiert und neu nummeriert. Die Musiker spielten dieses Mal Ausschnitte von Violasonaten mit Klavierbegleitung. Erneut musste die Fachjury die Klangeigenschaften der Instrumente, diesmal in echter Konzertsituation (mit Klavierbegleitung), bewerten.
Für dieses Finalkonzert wurde auch dem anwesenden Publikum ein Stimmzettel mit der Aufgabe mitgegeben, das bestklingende Instrument anzukreuzen und den Zettel in einer Wahlurne einzuwerfen.
Am Nachmittag des Finaltages wurden die Ergebnisse verkündet: Dem Hamburger Geigenbaumeister Andreas Hampel wurde sowohl der erste Preis der Jury als auch der Spezialpreis des Publikums zuerkannt!
Anbei das vollständige Ergebnis des Wettbewerbs:
a) im Wettbewerb "für die Talente von heute" - für professionell tätige Geigenbauer.
b) im Wettbewerb "für die Talente der Zukunft" - hier konnten anerkannte Geigenbauschulen ihre talentierten Lehrlinge anmelden.
Palmarès 2026 - Concours international de lutherie
a) Bratschenbau-Wettbewerb "für die heutigen Talente" - Catégorie «Talents de aujourd´hui»
1. Preis: Andreas Hampel (Hamburg • DE)
2. Preis: Piotr Pielaszek (Poznań • PL)
3. Preis zu gleichen Teilen: Marcus Klimke (Angers, F) und Jonathan Magerl (Berlin • DE)
Sonderpreis der Musikerjury: Kenichi Hiratsuka (Gifu • JP)
Sonderpreis der Geigenbauerjury: Piotr Pielaszek (Poznań • PL)
Sonderpreis der Mitglieder des Orchestre de Paris: Jonathan Magerl (Berlin • DE)
Spezialpreis des Publikums für Klang im Finalkonzert: Andreas Hampel (Hamburg • DE)
b) Bratschenbau - Wettbewerb "für die Talente der Zukunft" - Catégorie «Talents de demain»
1. Preis: Ècole Nationale de Lutherie de Mirecourt (F) •
Sarah Chouvet, Florent Simon, Anne Cécile Guezel, Noé Petiot, Sacha Procacci und Zi Hui Wong.
2. Preis: Ècole Nationale de Lutherie de Mirecourt (F) •
Fanney Comte, Nino Dupierris, Ondine Gentaud, Matthias Hardy, Claire Szymczak und Thomas Vibert
3. Preis: Schweizer Geigenbauschule Brienz •
Laura Gartmann und Thibault Jaberg. and Thomas Vibert
Sonderpreis der Geigenbaujury: Schweizer Geigenbauschule Brienz s.o.

LINKS zu folgenden Veröffentlicheungen (pdf) der Philharmonie de Paris:
-> "Participants es Palmarès talents de demain" und: -> "Participants et Palmarès talents de aujoud´hui"
Der Bratschenbauwettbewerb Paris 2026 wurde organisert von:
Philharmonie de Paris und dem Musée de la Musique sowie der Association Talents et Violoncelles
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Geschäftszeiten
Mo - Fr. 14:00 - 18:00
- oder nach Vereinbarung -
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Mitglied in:

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Verband Deutscher Geigenbauer und
Bogenmacher e.V.

Violin Society
of America